BMW 316i Compact

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Zuendschloss tauschen

Der e36 hat eine sehr bekannte Schwaeche: Das Zuendschloss.
in dem Zuendschloss selbst ist ein kleiner Metallstift, der noch aus einer Zeit von Modellen ohne elektrischer Wegfahrsperre stammt. Sollte einer mit einem Fremdgegenstand oder nicht exakt passenden Schluessel versuchen sollte, das Schloss mit gewalt zu drehen, so bricht dieser ab und blockiert mechanisch das Schloss von innen. Man kann das Schloss danach nie wieder bedienen. Leider ist dieser Stift sehr duenn ausgefuehrt, so dass er im Alter ueber kurz oder lang auch mit dem sich abnutzenden Serienschluessel abbricht.

Ist das Schloss defekt, so muss es natuerlich getauscht werden.
Dann steht man vor zwei Entscheidungen:
– Ein Schloss vom Schrottplatz oder Onlineautionshaus kaufen. Das hat den Vorteil, dass die Teile sehr guenstig zu haben sind. Aber auch die Nachteile, dass man einen anderen Schluessel fuer das Zuendschloss hat, als fuer die Tueren, Kofferraum etc. Alternativ kann man vom Schrottplatz einen kopletten Schlosssatz kaufen, jedoch ist der Tausch der Tuerschloesser sehr kniffelig und aufwaendig.
– Man man kann das Schloss als Originalteil bei BMW bestellen, anhand der Fahrgestellnummer, so dass der Original Schluessel passt. Dazu benoetigt man ausser der Zulassung auch seinen Personalausweis und ggf. eine Vollmacht des Fahrzeughalters, sofern der Wagen nicht auf sich selbst laeuft. Nachteil: Das Schloss ist deutlich teurer, Anfang 2010 lag es beim Haendler bei 78,- Euro mit wenigen Tagen Lieferzeit.

Der Wechsel selbst ist theoretisch sehr einfach:
– Schluessel im Schloss auf 1. Position drehen (Garagenstellung)
– Dorn in das kleine Lock am Schloss selbst einfuehren
– gerade rausziehen
– neues Schloss einfach reindruecken

In Realitaet gibt es da ein paar Probleme. Das Schloss stirbt normalerweise nie in der Position 1, sondern zu 99% in der Position 2 (Zuendung an). Nur mit viel Glueck und Geduld kann man das Schloss dann wieder in Position 1 drehen. Selbst dann haengt das Schloss oft so fest in der Lenksaeule, dass einem der Dorn nicht weiterhilft.

Hier ein paar Bilder zum Verstaendnis, wie die Entriegelung mit dem Dorn funktioniert:

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Sollte dies nicht funktionieren, muss man mit viel Geduld das alte Schloss aufbohren und das Innenleben entfernen. Dabei darf die Lenksaeule nicht beschaedigt werden.

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Zuerst baut man die Verleidung der Lenksaeule ab. Diese ist zweiteilig und oben und unten mit je einer Kreuzschraube befestigt:

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Dann mit einem Schraubendreher die Plastikantenne der Wegfahrsperre abhebeln – dabei aufpassen, dass man sie nicht beschaedigt und die Kabel daran bleiben:

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Nun den Schluessel einstecken, mit viel Geduld und Gefuehl auf Position 1 drehen, einen Splint ins Loch und ziehen.
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Oder eine Bohrmaschine nehmen und das Schloss vorsichtig aufbohren.

Das neue einfach reinschieben bis es einrastet. Fertig.

Viel Spass!

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Startertaster einbauen

Dieser BMW leidet wie so viele e36 an einem defekten Zuendschloss. Der Schluessel ist in der Position “Zuendung an” stecken geblieben, man kann das Schloss nicht mehr drehen. Weder ausschalten, noch starten. Aber der Schluessel kann abgezogen werden.

Bis ein neues Schloss geliefert wird, muss eine Uebergangsloesung her. Um den Wagen zu starten, kann man den Anlasser auch mit einem Startertaster bedienen, so wie auch in aktuellen BMW Modellen.
Um das Zuendplus anzuschalten, kann man die Hauptstromversorgung zum Zuenschloss auch mit einem Schalter kappen, das verhaelt sich elektrisch identisch zu einem ausgeschalteten Zuendschloss mit abgezogenem Schluessel.

Eine Runde mit dem Multimeter an den Kabeln des Zuendschlosses, ein Blick in die “Krabbelkiste” mit allen moeglichen Elektroteilen liefern folgendes Ergebnis:

2x relais
1x Kippschalter
1x Taster
ein paar dicke Kabel, Kabelschuhe & Kabelringe.

Perfekt. Alles was man braucht. Alles zusammen ergibt folgenden Schaltplan:

nach dem Zusammenloeten der Steckverbinder und Schalter, geht es an den Einbau. Dazu zuerst die Verkleidungen der Lenksaeule und im Fussraum entfernen:

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Dort sieht man direkt den Kabelbaum zum Schloss, an den man ran muss.
Das rote Kabel ist die Stromversorgung des Zuendschlosses, die man unterbrechen muss.
Der Anlasser selbst wird vom vom schwarz/gelben Kabel angesteuert. man muss diesem Kabel per Taster Plus geben, bis der Motor laeuft.

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Ist alles sauber angeschlossen und verifiziert, so kann man den Wagen nun wie folgt starten:

– Schluessel ins Zuendschloss stecken
– Kippschalter auf “an” umlegen, es gehen die bekannten Kontrolleuchten im Tacho an
– Taster druecken bis der Motor laeuft

Zum Ausschalten des Motor den Kippschalter wieder auf “aus” umlegen.

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Anmerkung: Das Lenkradschloss kann nicht einrasten, da das Schloss in der Position “Zuendung an” steht. Dies ist so natuerlich beim Parken / Abstellen des Wagens nicht zulaessig! Dies ist nur ein temporaerer Uebergang, bis das neue Schloss geliefert ist, damit man den Wagen nutzen kann.

Die Wegfahrsperre (EWS2) ist weiterhin ueber den Transponder der Wegfahrsperre gewaehrleistet, der Schluessel muss deswegen auch vor dem Starten in das defekte Zuenschloss gesteckt werden!

Viel Spass!

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Anlasser tauschen

Ohne Anlasser hat man ein Problem. Der Wagen kann in Zeiten fehlender Kurbeln nicht mehr einfach gestartet werden. Man muss sich immer einen Platz am Berg mit ausreichend Platz zum Anrollen suchen, oder aber den Anlasser tauschen.

Der Anlasser selbst ist sehr schlecht zu erreichen. Er befindet sich ab dem Uebergang vom Motor zum Getriebe, Fahrerseitig an der Spritzschutzwand. Leider so verbaut, dass man ihn praktisch nicht erreichen kann.
Da der Wagen in einer engen Tiefgarange stand, konnte ich nicht von unten versuchen ranzukommen, sondern musste einen Weg von oben suchen.

Der einzigste Weg, den Anlasser von oben her auszubauen ist, die gesamte Ansaugbruecke zu demontieren. Dies ist etwas aufwaendig. Insbesondere, da die Verkabelung des Anlassers auch erst geloest werden muss, bevor man die Gussteile entfernen kann. Aber die Gussteile muessen raus, damit man an die Kabelbefestigung des Anlassers kommt ….
Man sollte seine Arme und Finger am besten vorher auf einen Jogakurs senden und sich 2 weitere Gelenke pro Finger implantieren lassen.

Bevor es losgeht, das Wichtigste: Batterie abklemmem!

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Zuerst baut man den Luftfilter samt Kasten aus.
Erster Schritt: Den runden Stecker vom LLM entfernen.

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Dann die Schlauchschelle oeffnen, die Laschen oeffnen und den Deckel abziehen:

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Dann die Mutterschrauben rechts des Kasten loesen und den unteren Teil des Kastens, der weiter nur gesteckt ist, samt dem Ansaugruessel herausziehen.

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Nun muss die Drosselklappe demontiert werden. Dazu den dicken Gummischlauch an der Rueckseite loesen, die beiden Stecker abziehen (Metallklammern dazu eindruecken) und das schwarze Kunststoff ueber dem Seilzug abgeschraubt werden und die 4 Muttern entfernen:

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… und die Drosselklappe enfernen:

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Der obere Teil der Ansaugbruecke kann nun demontiert werden. Rechts die beiden Muttern und die lage Schraube mit Sechkantkopf entfernen. Den kleinen Schlauch links vorne abziehen und gleich den dicken Schlauch hinten rechts am Motordeckel. Dadurch hat man Platz fuer eine kleine Knarre, um die verbleibende Halterung des oberen Gussteils zu entfernen:

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Nun den oberen Teil abheben und gleich die Schrauben und Leitungen der Einspritzleiste abbauen. Diese dann gerade nach oben anziehen:

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… und die Halterung des Kabelbaum-Verteilers auch gleich loesen:

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und Anfangen, alle Stecker die man findet abzuziehen:

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Achtung: Es sind mehrere Stecker unterhalb der Gussbruecke, alle abziehen! Und merken, welcher wo steckte ;-)

Die Kabel der Lichtmaschine muessen auch entfernt werden. Diese sind nicht gesteckt, sondern verschraubt. Rotes Kabel oben, blaues unten. Man muss es erfuehlen:

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Nun geht es weiter mit dem Abbau der unteren Bruecke.

An der linken Seite sind 5 Mutter, die man entfernen muss. Dann rechts das Zwischenteil abziehen und die Mutter an dem Oelmessstab entfernen. rechts und links von dem Kunststoffteil an der Bruecke sind 2 Schrauben, die entfernt werden muessen. Ebenso den Schlauch und den Stecker nicht vergessen abzuziehen!

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Nun sieht man rechts hinten den Anlasser. ACHTUNG! Es handelt sich um Aussentorx, Groesse E12. Ebenso benoetigt man eine Knarre mit abwinkelbarem Kopf… und viel Geduld und gelenkige Finger.

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Der Anlasser selbst ist mit 3 Kabel versorgt – diese muessen natuerlichentfernt werden. Die Kabel sind zwar alle schwarz ummantelt, aber ein Vertauschen ist praktisch unmoeglich, da diese alle einen anderen Durchmesser im Rungschuh haben.

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Die Pfeile markieren die Position der oben angesprochenen Aussentorx Schrauben:

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Der Anlasser ist noch mit einem Fuehrungsstift gehalten, der oft festgammelt. Also mit Kraft und Wackeln den Anlasser abziehen.

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Voila. Ein ausgebauter Anlasser:

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Beim Zusammenbau darauf achten, dass man die Kabel wieder korrekt anklemmt und keine vertauscht! Am besten die Stecker vorher mit bunten Kabelbindern versehen und sich auchschreiben, welche Farbe wo war.
Desweiteren muss nach dem Wechsel das Kuehlwasser aufgefuellt werden. Den Frostschutz nicht vergessen und den Kuehlerkreislauf entlueften. Oben rechts am Kuehler ist dazu eine schwarze Kunststoffschraube. Diese oeffnen, das Wasser im Kuehler randvoll nachschuetten und dem Motor laufen lassen. Ein paar mal das Gas auf 2000-3000 U/Min zu bringen hilft sehr. Immer Wasser nachfuellen, bis nur noch Wasser aus der Entlueftungsschraube kommt. Dann alles gewissenhaft zudrehen.

Viel Spass!

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Klappschlüssel

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Nach dem Einbau der Alarmanlage musste noch der Schlüssel in den Klappschlüssel verbaut werden.
Wie beim 306er und 205er habe ich auch hier wieder einmal den Serienschlüssel zerlegt und mit dem Dremel bearbeitet.
Diese zweite Anleitung (nach der des 306ers) dient nur dazu, das ganze nochmals für einen anderen Typ Klappschlüssel zu zeigen. Leider hatte ih die Kamera nicht zur Hand, so dass es nur schlechte Handybilder gibt.

Schritt 1: Den Serienschlüssel öffnen. Der primäre BMW Schlüssel hat eine LED als Taschenlampe verbaut. Der Schlüssel ist einfach zusammengesteckt, damit man die Batterie tauschen kann. Hat man den Schlüssel geöffnet, so sieht man den Transponder der Wegfahrsperre (sofern der Wagen über eine EWS verfügt). Diesen muss man vorsichtig entnehmen – er darf nicht verkratzt oder beschädigt werden!
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Man merke sich, wie rum der Transponder in dem Schlüssel lag und öffne den Klappschlüssel. An der Rückseite sind bei diesem verbreiteten Modell zwei Kreuzschrauben, die man entfernen muss. ACHTUNG: Unter der Klappe ist der Federmechanismus zum Klappen des Schlüssels mit einer Vorspannung. Gut festhalten und in der Luft so drehen, wie es die Feder vorgibt. Merken, wie viele Umdrehungen man gemacht hat und nach oben abziehen. Dann den Transponder richtig herum in die Aufnahme im Klappschlüssel einsetzen und am besten festkleben:

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Nun kann man die Klappe wieder aufsetzen (nicht vergessen die Feder wieder zu spannen!) und die beiden Schrauben wieder reindrehen. Der einfache Teil ist damit abgeschlossen.

Nun geht es an den schwierigen Teil: Der Schlüssel selbst.

Dazu entfernt man den Rohling aus dem Klappschlüssel. Dieser ist mit 2 winzigen Schrauben oben und unten gehalten, die man nur sieht, wenn man den Schlüssel halb aufgeklappt in Position hält.
Diese müssen entfernt werden. Dann lann man den Rohling rausziehen:

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Nun entfernt man den Schlüsselbart aus dem Original Schlüssel des BMW. Dazu das Kunststoff nach und nach abschneiden, bis man den Schlüsselbart entnehmen kann:

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Der BMW Schlüssel muss nun an das Ende des Rohlings angepasst werden, damit man ihn in den Klappschlüssel stecken kann und dort fixieren kann.

Man schnappe sich einen Dremel mit Trennscheibe und passe dem Schlüssel vorsichtig Stück für Stück an, so dass der Kopf passend ist.
Anschließend kommt noch eine Kerbe an die entsprechende Stelle hinein, so dass die Schrauben es wie ein Splint halten können:

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Reinschieben, festschrauben und fertig:

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Himmel ausbauen

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Ein grosses Faltdach ist sehr schön, insbesondere bei Sonnenschein. Jedoch ist das schönste Dach ein Ärgernis, wenn es nicht mehr dicht ist.
Normalerweise ist ein verstopfter Abfluss die Ursache für die Dusche im Innenraum. Natuerlich kann man versuchen, den Abfluss mit Druckluft oder einem Schlauch von aussen zu reinigen, jedoch besteht dabei die Gefahr, dass der Schlauch an der Unterseite der Schiebedacheinheit abruscht und zwischen Himmel und Dach hängt. Ergo muss der Himmel raus – auf jeden Fall eine gute Idee, da er so besser trocknen kann.

Der Ausbau ist zwar aufwändig, jedoch einfach zu bewerkstelligen.

Zuerst zieht man die Stoffleiste um Kante des Schiebedaches ab, diese ist nur leicht gesteckt:

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Anschliessend begibt man sich an die Demontage der Sonnenblenden. Der Schnapper ist mit zwei Schrauben befestigt:

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Anschliessend die vordere Schraube der Sonnenblende entfernen, Blende zur Seitenscheibe drehen und die zweite Schraube entfernen:

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Dann geht es mit den Haltegriffen des Beifahrers und der hinteren Plätze weiter. Die Blenden seitlich wegklappen und die Schrauben entfernen. Die hinteren haben zur Fahrrichtung hin einen Haken, um eine Jacke aufzuhängen, das sollte man später bei der Montage wieder beachten.

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Wenn man gerade hinten ist, hebelt man die Deckenleuchte aus:

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Ist die Leuchte raus muss man beim Kompakt rechts und links die Plastikclipse entfernen. Diese gerade rausziehen:

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Nun geht es vorne weiter. Zuerst die Blende mit dem Schalter für das Schiebedach entfernen. Dann den Stecker lösen und abziehen:

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Nach der Blende geht es an die Innenleuchte. Diese kann man nun einfach von innen her rausdrücken:

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Sind alle Teile am Himmel selbst entfernt, so wird er noch von den A-, B- und C-Säulen gehalten. Am einfachsten ist es, wenn man nun zuerst die A-Säule entfernt. Diese ist nur gesteckt. Zuerst muss man jedoch die Türgummies abziehen:

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Nun kann man die Türgummies noch unter dem Himmel entlang abziehen und dann die B-Säulen und C-Säulen an den oberen Enden lockern. Diese sind mit weissen Clipsen gehalten:

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Der Himmel kann nun vorsichtig durch die Heckklappe rausgezogen werden.

Voila:
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Hier ist noch ein Foto der Abflüsse, der Gummischlauch kann von der Plastiknase abgezogen werden und dann mit Druckluft gesäubert werden:

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Bei mir hat sich rausgestellt, dass die Abflüsse nicht verstopft und dicht waren. Der Fehler lag an der Dichtung des Daches selbst.
Unter den 4 kleinen Isolierbandstreifen an den oberen Schienen ist das Dach zusammengesetzt. An diesen Übergangsstellen ist eine Dichtmasse, die brüchig wurde:

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Die Dichtungsmasse habe ich entfernt und alles neu mit Motordichtmasse abgedichtet.
Nun ist endlich alles trocken.

Viel Spaß!

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Alarmanlage / FFB einbauen

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Der BMW hat zwar serienmäßig eine Zentralverriegelung, jedoch leider keine Funkfernbedienung. Da es preislich keinen merklichen Unterschied macht, habe ich mich dazu entschlossen, gleiche eine Alarmanlage mit Ansteuerung der Zentralverriegelung nachzurüsten.

Eine Alarmanlage benötigt mindestens die folgenden Signale:

  • Dauerplus
  • Masse
  • Zündplus
  • manche: ACC (erste Stellung des Schlüssels)
  • Türkontakt
  • Motorhaubenkontakt
  • Kofferraumkontakt
  • Blinker rechts/links
  • ZV Ansteuerung auf/zu

Ich habe jedoch bisher nicht alles so verbaut, wie man es soll, die Überwachung des Kofferraums und der Motorhaube habe ich (noch, es fing an zu regnen) weggelassen.

Wo findet man nun die entsprechenden Kabel im Fahrzeug?

Dazu baut man zuerst die Verkleidungen im Fussraum Fahrerseite und Beifahrerseite aus. Die entsprechenden Anleitungen findet ihr auch auf dieser Seite.
Unter der Lenksäule sind zwei große Stecker. Ein schwarzer und ein weisser.

Der weisse Stecker beinhaltet die Ansteuerung der Blinker:
Blinker rechts: rechts oben, 1. Reihe PIN 6 von links (blau)
Blinker links: links oben, 1. Reihe PIN 3 von links (grau)

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Der schwarze Stecker hat alle Signale des Zünschlosses:
Zündplus: grün
Anlasser: grün/schwarz
Dauerplus: rot
ACC: violett

An diese Kabel klemmen wir dann die jeweiligen Kabel der Alarmanlage an. Ich habe auch hier das Dauerplus für die Alarmanlage abgegriffen, alternativ gibt es einige andere Plätze im Fahrzeug, an denen man Dauerplus findet.

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Nun folgt die Masse. Es gibt einen zentralen Masseanschluss an der A-Säule beim Fahrer. Dort laufen alle brauen Kabel zusammen. Man kann dort das Massekabel der Alarmanlage/ZV mit einem Kabelschuh mit anschrauben:

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Es fehlt nun noch der Türkontakt. Da das Innenlicht Plusgeschaltet ist, die meisten Alarmanlagen jedoch ein Massesignal erwarten, muss man entweder die Türkontakte selbst einzeln abgreifen und wild Kabel verlegen, oder einen anderen Weg suchen. Ich habe die Verkabelung des Komfortrelais durchgemessen. Sobald die Tür geöffnet wird, schaltete das ZVM oder ZKE Module (je nach Ausstattung des Wagens) das Relais per Masse, damit elektrische Fensterheber und das Dach bedient werden können. Das Massesignal kommt am violett/gelben Kabel an dem Komfortrelais an.
Das Komfortrelais (blau) sieht man links oberhalb der Lenksäule:

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Nun fehlt noch das eigentliche: Die Ansteuerung der Zentralverriegelung, damit diese auch per Fernbedienung beim Entschärfen/Schärfen bedient wird. Ich kann es hier nur für die Modelle mit ZVM Modul erklären, die Belegung des ZKE ist anders!

Das schwarze ZVM Modul bedindet sich auf der Beifahrerseite, hinter der Verkleidung des Handschuhfaches, versteckt an der A-Säule, rechts nebem dem silbernen ABS Steuergerät.
An dem ZVM befinden sich drei Stecker: zwei kleinere schwarze und ein 26poliger weisser, den wir zum Anschluss benötigen.

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Zuerst muss man wissen, dass der BMW eine Plusgesteuerte Zentralverriegelung hat. Die Alarmanlage sollte also entsprechend laut deren Anleitung vorbereitet werden.

Nun zieht man den Stecker ab und entfernt den Plastikschieber am Ende des Steckers, damit man die Kabel samt der braunfarbenen Aufnahme rausziehen kann. Unbedingt merken, welche Seite vorne und hinten ist!

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Nun kann man die Kabel der Alarmanlage wie folgt anschliessen:

ZV Auf: PIN 25
ZV Zu: PIN 24
Zentralsichern: PIN 19 (mit Kabel von PIN24 verbinden)

Die PIN Zahlen sind ganz klein auf dem braunen Kunststoff aufgedruckt. Bei mir war PIN25 bereits belegt, so dass ich dort das Signalkabel mit einem Stromdieb angeklemmt habe. PIN24 war nicht belegt, ich habe ein Stuck Kabel von einem Wagen auf dem Schrottplatz genommen und den kleinen Metallstecker davon an das entspr. Kabel der Alarmanlage befestigt, um es damit in den Stecker einsetzen zu können:

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Es fehlt nun noch der Anschluss der Sirene. Dazu muss man das Signalkabel der Alarmanlage in den Motorraum verlegen. Ich bin auf der Fahrerseite entlang des Hauptkabelbaums in den Motorraum gegangen. Über der Fußstütze links ist ein Durchgang, durch den man problemlos das Kabel schieben kann. Man kommt im Sicherungskasten raus, von wo aus man das Kabel dann an den ausgesuchten Einbauplatz der Sirene verlegen kann:

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Viel Spaß!

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Sitz ausbauen

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Der Sitz im BME e36 ist recht einfach auszubauen, wie hier am Beispiel des Beifahrersitzes gezeigt wird.

Zuerst muss der Sitz ganz nach hinten gestellt werden. An den vorderen Enden der Schienen sieht man zwei Gummiabdeckungen, unter denen sich 16er Muttern befinden. Gummikappen abhebeln und die Muttern rausdrehen:

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Anschliessend den Sitz nach vorne stellen; am Ende der Sitzschienen sieht man zwei Schrauben, ebenfalls mit 16er Kopf. Diese Schrauben entfernt man auch:

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Nun klappt man den Sitz vorsichtig um. Sollte der Wagen mit pyrotechnischen Gurtstraffern und/oder Beifahrerairbag ausgestattet sein, sollte man nun erst das Massekabel der Batterie abklemmen und 30 Minuten warten, damit keine Fehler durch das Abziehen der Kabel gespeichert werden.

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Das Modul für die Sitzbelegung kann man mit einer kurzen Drehung lösen und die Stecker abziehen. Die Kabel sind noch mit einem Plastikclip an dem Sitz befestigt:

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Verkleidung Kofferraumklappe

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Unter der Verkleidung der Kofferraumklappe ruhen das Schloss, der Stellmotor der Zentralverriegelung und das Modul der Heckscheibenantenne, sodern der Wagen keine Teleskopantenne hat.

Die Verkleidung selbst ist mit 2 Schrauben und Plastikclispen befestigt, wobei 2 der Clipse einen Dorn haben und per Hand entfernt werden muessen. Die restlichen Clipse sind unter der Verkleidung verbaut.

Zuerst entfernt man die Abdeckkappen der beiden Kreuzschrauben und dreht diese heraus. Die Schrauben befinden sich bei den unteren Ecken der Glasscheibe:

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Sind die Kreuzschrauben entfernt, so kann man sich an die Plastiknippel mit Dorn machen. Den Dorn in der Mitte muss man mit einem Metallstift oder einem dünnen Schraubendrehen nach innen rausdrücken. Der Stift fällt dann in das Blech der Kofferraumklappe:

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Den Nippel zieht man dann raus:

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Hier zur Verdeutlichung (und den Zusammenbau) ein Bild mit dem wieder reingesteckten Dorn:

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Nun zieht man beherzt die Verkleidung ab, die nur noch mit Plastikclipsen gehalten ist und legt sie so zur Seite, dass sie nicht verkratzen kann. Die beiden Plastikdörner muss man noch mit den Fingern aus dem Doppelblech nehmen, nicht dass sie verloren gehen.

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Hier ein Bild der Heckklappe ohne Verkleidung:

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Und ein paar Bilder den interessanten Innereien der Klappe:

Modul der Heckscheibenantenne:

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Stellmotor der Zentralverriegelung:

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Das Schloss:

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Komfortrelais ausbauen

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Auf der Fahrerseite unter dem Tacho gibt es ein Komfortmodul, welches unter anderem das Schiebedach über die 30A Sicherung F1 mit Strom versorgt, sobald die Zentralverriegelung (sei es das ZKE oder ZVM Modul) registriert, dass die Türen geöffnet wurden.
Da das Dach bei mir keinen Strom mehr bekommen hat und die Sicherung ok war, konnte es nurnoch am ZVM oder dem Komfortrelais liegen.
Das Relais selbst ist mit seinem Sockel einer weissen Plastikhalterung festgeklemmt, die noch 4 weitere Komponenten fassen kann. Es gibt zwei Möglichkeiten, an das Relais zu gelangen: Das Kombiinstrument aufwändig ausbauen oder als einfachere Methode die Verkleidung der Fahrerseite unterhalb des Lenkrades entfernen.

Um diese Verkleidung zu entfernen, muss man alle Kreuzschrauben rausdrehen. Eine an der Seite, die bei geöffneter Türe sichtbar ist und 3 entlang der oberen Kante. Zudem befinden sich zwei Stück an der unteren Kante, die die Abdeckung mit der Verkleidung oberhalb der Pedale verbindet:

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Nun kann man die Verkleidung nach vorne hin abnehmen und wenn man möchte auch den Trennboden zu den Pedalen hin rausziehen, um mehr Platz zu haben:

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Schaut man nun unter das Kombiinstrument, so erblickt man den weissen Halter mit einem blauen Relais, das einwenig höher als ein Standardrelais ist. Der Relaissockel wird rechts und links von einer Plastiknase gehalten:

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Rücklicht/Birnchen tauschen

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Möchte man die Rückleuchten tauschen oder ein defektes Birnchen wechseln, so muss man zuerst die schwarze Blende an der Rückseite der Leuchte öffnen. Dazu das Drehrad in Richtung AUF drehen und das ganze vorischtig und grade nach hinten wegziehen. An dem schwarzen Deckel ist direkt der Lampenträger befestigt, der die Birnchen aufnimmt:

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Möchte man die Leuchte gegen eine mit neuem Lampenträger wechseln, so muss man noch unten den Stecker abziehen:

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Um das Rücklicht selbst auszubauen, muss man noch die 4 Muttern lösen:

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Anschliessend das Rücklicht gerade nach aussen ziehen, um keine Krazter zu verursachen.

Der Einbau erfolgt wie immer in umgekehrter Reihenfolge.

Viel Spaß!!!

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