Der Grundstein für einen guten HiFi-Ausbau ist das Dämmen der Türen. Dadurch erlangt man sogar schon mit den Serienkomponenten einen satteren Klang. Es ist schon fast unverzichtbar, wenn man bessere Komponenten verbaut und auch einen sauberen Bass ohne Dröhnen und Klappern haben moechte.

Das Dämmen hat dabei nichts mit Temperaturisolation eines Hauses zu tun, also bloss keine dummen Gedanken an Bauschaum oder ähnliches verschwenden! Das Dämmen hat den Sinn, das Blech schwerer zu machen, damit es nicht mit den Frequenzen des Lautspreches mitschwingt. Ebenso „verstopft“ man damit an der Tuerwand nach innen alle offenen Löcher, um ein Entweichen der Luft beim Schwingen zu minimieren, und somit die Effektivität der Lautsprecher zu steigern. Lautsprecher funktionieren nur gut in geschlossenen Gehäusen.

Türen kann man mit unterschiedlichen Materialien dämmen. Als bewährte Klassiker zählen Alubutyl und Bitumenmatten. Beide haben auf der Rüchseite einen sehr starken Kleber.
Ich verwende hier Bitumenmatten – aus dem einfachen Grund, da ich noch einige davon rumliegen hatte. Verarbeitet wird es mit einem Heißluftföhn.

Zuerst muss natuerlich die Türverkleidung abgebaut werden. Vor einem erscheint dann die Tür mit ihrer Folie, die Feuchtigkeit vom Innenraum fern hält.

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Die Folie muss runter. Sie wird später nicht mehr benötigt, da das Bitumen auch deren Funktion mit übernehmen wird.

Vor sich hat man nun die nackte Tür. mit Blick auf die Innenseite der Aussenhaut.

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Man nehme sich die erste Bitumenmatte und einen Heissluftföhn. Der Föhn wird benötigt, damit die Matten beim Einkleben sich der Form der Tür ohne Gewalt anpassen und nicht brechen. Als Nebeneffekt kleben die heissen Matten besser, als kalte.

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Die Folie von der Klebeseite der heissen Matte abziehen und durch die Öffnungen
hindurch von innen an die Aussenwand kleben:

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Das mach man nun so lange, bis mindestens alle grossen Flächen mit Bitumen versehen sind. Oft wird man die Matten zuschneiden müssen, damit es passt.

Achtung: KEINESWEGS Matten auf den „Boden“ in der Tür kleben, dort befinden sich Abflusslöcher für Regenwasser, das von aussen durch die Scheibenführungen eintritt! Wenn man die verklebt, ist eine Schimmelkultur und Gestank vorprogrammiert, ebenso wie eine rostende Tür.
Ebenso dürfen die Matten nicht so aufgeklebt werden, dass bspw. der Fensterheber beeinträchtigt wird.

Es sieht dann etwa so aus:

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Nun geht es an die Fläche, auf der vorher die Folie klebte. Diese muss auch mit Bitumenmatten versehen werden – jedoch ist dies etwas komlizierter, da dort noch Kabel verkaufen, die nicht beschädigt werden dürfen. Ebenso verläuft dort das Gestänge der Türöffner. Das darf auch keineswegs beeinträchtigt werden und muss auch nach dem Trocken noch ohne zu irgendwo zu schleifen freigängig sein!

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Viel Spaß!