Zusatzinstrument A-Säule

Eine Möglichkeit Zusatzinstrumente zu befestigen ist die A-Säule. Es gibt sehr viele universelle Halterungen, auch ich habe mich für einen universellen Halter entschieden. Jedoch wollte ich alles elegant verbauen, so dass es nicht nach einen nicht passgenauen aufgeklebten oder -geschraubten Halter aussieht. Es sollte schon den Serienlook behalten werden.
Folglich habe ich mich dazu entschlossen, den universellen Halter komplett zu bearbeiten und mit GFK und Kustleder zu verarbeiten.

Als erstes muss man die Original A-Säule ausbauen. Dazu den Türgummi abziehen und die Verkleidung abziehen:

Dann kann man sich an die Arbeit machen und den Halter nach und nach anpassen:

Natuerlich muss man ein Loch fuer die Kabeldurchführung einplanen. Desweiteren habe ich einen Schnitt in die A-Säule gemacht und eine kleine Kante an dem Halter gelassen, damit man ihn auch von hinten gut mit GFK befestigen kann, nicht nur von vorne:

Nun kann man sich an das spachteln mit GFK machen. Immer sanfte Übergänge schaffen und nach den Trocknen schleifen, schleifen und nochmals schleifen! Hier ein Bild vor dem Schleifen:

Ist man fertig, so kann man alles mit Kunstleder beziehen, damit es gut aussieht. Die Beifahrereseite habe ich mit dem gleichen Kunstleder bezogen, damit es gleich aussieht.
Zum Verkleben kann man bspw eine sehr dünne Schicht Pattex oder auch einen guten Sprühkleber nehmen. Ein Föhn zum erweichen des Kunstleders erleichtert die Anpassung und Anformung entlang der Konturen am Halter:

Das verbaute Endresultat:

Radiobedienhebel

Der 306er hat in Verbindung mit dem Serienradio einen praktischen Radiobedienhebel an der Lenksäule, um die Grundfunktionen (lauter/leiser, vor/zurück) zu steuern.
Der Hebel selbst funktioniert nur mit den Original Radios fuer den 306. Der Anschluss erfolgt an einem der Mini-DIN Steckern.

Viele Nachrüstradios wie bspw. Pioneer unterstützen externe Fernbedienungen von diversen Autoherstellern – jedoch logischerweise nur mit einem farhezeugspezifischen Adapter. DIese Adapter sind oft sehr kostspielig, obwohl es manchmal keine Hexerei ist.
Pioneer verwendet – wie die Peugeotmodelle vor 2001 – Widerstandssteuerung, um die das Radio diverse Aktionen ausführen zu lassen.

Leider unterscheiden sich die Widerstandswerte von denen der Peugeot-Fernbedienung.
Aber glücklicherweise kann man die SMD Widerstände auslöten und gegen passende tauschen!

Dazu muss zuerst der Hebel raus. Dieser ist in der Verkleidung der Lenksäule von innen verschraubt. Folglich muss die mit 3 TORX Schrauben befestigte Verkleidung demontiert werden.
Dann das Kabel hinter dem Radio abziehen (was wohl schon passiert ist, sonst würde man sich nicht dafür interessieren ;-)) und durch die Mittelkonsole rausziehen.

Dann den Hebel aus der Mittelkonsole herausschrauben (zwei Schrauben).

Der Hebel selbst ist gesteckt. Vorsicht bein Öffnen, im Inneren befindet sich eine Feder:

Auf der Rückseite der Platine findet man folgende Bestückung, die man tauschen kann:

Beim Durchmessen ergibt sich folgendes Verhalten:

Funktion Widerstandswert Hebelposition
offen “1”/unendlich (Ruhestellung)
Volume Up 56 (nach oben)
Volume Down 0 (nach unten)
Track forward 124 (ziehen)
Track backward 283 (drücken)

Funkfernbedienung nachrüsten

Diesesmal gibt es eine Anleitung ohne Bilder. Viele Leute fragen mich immer wieder, wie man im 306er eine Funkfernbedienung nachrüstet. Da ich den Wagen seit ein paar Jahren nicht mehr habe, kann ich es nur beschreiben:

Grundregel: Zum Durchmessen der Kabel / Nachmessen der Signale nur einen Multimeter verwenden, keine Prüflampen oder ähnliches.

Eine universelle Funkfernbedienung benötigt normalerweise folgende Signale:

  • Dauerplus
  • Zündplus (je nach Hersteller)
  • Innenlicht für das Tür-ist-auf Signal
  • Masse
  • Signalleitungen auf/zu der Serien ZV
  • Blinker rechts/links

im 306er (alles bezogen auf einen 08/1999er XS) findet man die Kabel nicht anhand der Farben, sondern anhand der Aufdrucke auf den Kabeln.

Das neue Steuergerät der FunkZV verbaust man am besten hinter der Blende der Leuchtweitenregulierung, also über dem Sicherungskasten. Die eckige Blende mit dem Drehregler der Leuchtweitenregulierung kann man einfach raushebeln, dahinter ist massig Platz für das neue Steuergeät und der ideale Platz für Kabeldurchführungen.
Dort kommt man direkt an den Sicherungskasten für Dauerplus; Masse findest man dort auch überall, Zündplus und die Blinkeransteuererung sind direkt unter der Lenksäule etc.

Fangen wir mit dem einfachen Teil an: Die Blinkeransteuerung. Dazu geht man an den Stecker des Blinkerstocks. Die Verkleidung um die Lenksäule muss dazu ab, sie ist mit 3 TORX Schrauben von unten befestigt. Wenn diese ab ist, kann man die Kabel am Stecker vom Blinkerhebel durchmessen, ob sie mit den folgenden übereinstimmen und dort die Blinkeransteuerung anklemmen:

    Stecker am Blinkerschalter:

  • rechts: 234
  • links: 233

Das Zündplus findet man an der Lenksäule, ein grauer Stecker mit dickem orangen Kabel, Bezeichnung AA1

Nun kann man die Verkleidung der Lenksäule wieder montieren und das Signal des Innenlichts abgreifen. Sobald die Türen aufgehen, senden die Kontaktschalter ein Massesignal an die Innenleuchte. Praktisch alle Funkfernbedienungen erwarten exakt solch ein Massesignal. Das Signal greift man am besten und einfachsten an der Innenleuchte ab. Dort ist ein 4poliger Stecker. Man benötigt das Kabel mit der Nummer 301.
Um das Kabel zur Leuchte hochzubekommen muss man den Türgummi abziehen (ist nur gesteckt) und dann die Verkleidung der A-Säule anziehen – die ist auch nur gesteckt. Am Himmel kann man es einfach mit einem Schraubendrehen entlang der Frontscheibe unterschieben bis hin zum Innenlicht. Das Innenlicht ist gesteckt und geschraubt, die Blende abhebeln und darunter die beiden Schrauben entfernen, dann kann man die Einheit rausnehmen und kommt an den oben genannten 4poligen Stecker.

Nun kommt noch der eigentlich Teil: Die Ansteuerung der Zentralverriegelung.
Beim Duchlesen der Einbauanleitung der universellen FFB stellt man fest, dass es viele verschiedene Arten gibt. Zum einen gibt es massegeschaltete oder Plusgesteuerte ZVs, dann noch alte pneumatische und auch welche mit zwei von Masse auf 12V schaltenden Leitungen. Der 306er hat 2 von Masse auf +12V schaltende Leitungen. Zumindest, wenn man an den Stellmotor der Fahrertür geht.
Man muss die universelle FFB entsprechend ihrer Anleitung verkabeln und zwischen die Original Kabel des Peugeots schalten.
Die Leitungen des Stellmotors der Fahrertür kommen oben hinter dem Sicherungskasten in den Innenraum. Es handelt sich um folgende Kabel: 6211 und 6201.

Auf dem Schaltplan sieht das dann wie folgt aus:

Es ist sehr eng im Innenraum, evtl. hilft es einem, wenn man den Sicherungskaten löst und wegdreht. Dieser ist in den Ecken verschraubt.

Voila – die Fernbedienung ist verbaut. Alles testen und wieder alles zusammenbauen…

Viel Spaß!

Startertaster einbauen

Mit Hilfe eines Starttasters kann man den Motor per Knopfdruck starten.
Vorab ist es wichtig zu wissen, dass man dennoch den Schlüssel benötigt, zum einen wegen der Wefahrsperre, zum anderen, da das Lenkradschloß durch den Schlüssel kontrolliert wird. Das Lenkradschloß darf auch unter keinen Umständen deaktiviert werden, da der Wagen sonst keine Betriebserlaubnis mehr hat. Es gibt auch keine Abnahmemöglichkeit beim TÜV!
Das einbauen eines Starter-Tasters mit vorhandener, funktionierender Wegfahrsperre und Lenkradschloss ist jedoch absolut unbedenklich und ohne Eintragung/Abnahme erlaubt, sofern der Wagen auch weiterhin wie gewohnt zusätzlich per Schlüssel gestartet werden kann.
Folglich muss der Schlüssel zum Starten des Motors in Position 2 / Zündung stehen.
Es ist sinnvoll, den Schalter so einzubauen, dass er nur in dieser Schlüssel-Position den Anlasser bestätigt. Desweiteren sollte man den Schalter auch so einbauen, dass er ohne Funktion ist, wenn der Motor bereits läuft. Es ist alles andere als angenehm, wenn der Anlasser bei 150km/h auf der Autobahn losdreht, nur weil ein neugieriger Beifahrer schauen wollte, wozu der Knopf ist…

Hier erst einmal der Schaltplan, wie der Knopf in einem 306er mit VDO Tacho eingebaut wird:

ACHTUNG! Statt das Massekabel “1000” von dem VDO Kombiinstrument zu nehmen, habe ich es vorerst direkt von einem anderen permanenten Massepunkt gegriffen! Der Schalter funktioniert, ist aber nicht gesperrt, wenn der Motor läuft!

So habe ich es bei mit gemacht:
Ich wollte den Schalter so dezent wir möglich einbauen, dass es aussieht, als sei der Wagen schon serienmäßig damit ausgestattet.
Mein Wagen besitzt ab Werk keine Klimaanlage; zufällig fand ich auf dem Schrottplatz einen schrottfreifen 306er, der eine Klimaanlage hatte. OK, die Klima war nur noch ein Haufen Blech, aber die Mittelkonsole kan mir wie gerufen. Ich habe also die Mittelkonsole neu lackiert (und so nebenbei noch eine eigene Radio-Einbaublende aus GFK eingesetzt), damit sie in meinen Innenraum passt. Ich habe aus einem Elektroladen einen schwarzen Tastschalter für ca. 1,50-€ gekauft, der in die Öffnung des Klima-Tasters passt.

Nun musste der Taster in der Gebläseeinheit befestigt werden.
Dazu muss zuerst die Mittelkonsole ausgebaut werden (Anleitung hier).
Nun kann man die Gebläseeinheit an den rot markierten Stellen öffnen und die Blende samt Drehregler abziehen. Schaut man sich die Blende genauer an, so sieht man von der Innenseite her schon die Öffnung für den Original Klimataster. Einfach vorsichtig mit einem Teppichmesser o.ä. vorsichtig von innen her die schwarze geklebte Schicht ausschneiden. Mein Taster hat direkt problemlos reingepasst und wird von innen verschraubt. Je nach EInbautiefe des Tasters muss man die Anschlüsse extra isolieren, dass die Leiterbahnen der Beleuchtung nicht mit den Konakten in Berührung kommen können.
Ich habe dann 2 kleine Löcher in die Rückseite der Gebläseeinheit gebohrt, durch die ich 2 Kabel gezogen habe.
Beide Kabel habe ich mit dem Taster verbunden.


Hat man sichergestellt, dass es keine Kurzschlüsse mit den Kontakten geben kann, und sich kein Kabel lösen kann, so kann man die Blende wieder richtig einbauen und die Mittelkonsole zusammenbauen.

Nun muss man die Verkleidung um die Lenksäule entfernen.
Dazu die 3 Torx-Schrauben an der Unterseite (rot markiert) entfernen.

Anschließend am besten noch die Klappe des Sicherungskastens entfernen, um mehr Platz zu haben.

Jetzt geht es an die eigentliche Verkabelung.
Bei allen elektrischen Arbeiten sollte man den Minuspol der Batterie abklemmen, nachdem man sorgfältig die Funktion der Kabel mit Hilfe eines Multimetes kontrolliert hat!

der schwarze Stecker “2V NR”, der das Kabel beinhaltet, dass den Anlasser startet (3. Position des Schlüssels), ist nicht bei den Lenkstöcken zu finden, sondern entlang der Lenksäule in schwarzem Schaumstoff gehüllt. Ebenso die Kabel an den grauen Stecker “2V GR”.

Es ist wichtig, dass man die großen gelben Kabeldiebe nimmt, da die Kabel sehr dick sind und Ströme bis zu 30A darüber fließen können!
Ebenso muss man unbedingt gleich dicke Kabel nehmen, um diese zum Relais zu führen, damit diese nicht durchschmoren und einen Kabelbrand verursachen!
Man darf nur ein KFZ Relais nehmen, das auch für solche Stromstärken zugelassen ist!

Das erste Verbindungskabel habe ich an dem Kabel “100” (zum Anlasser) abgegriffen und an Relais PIN 87 angeschlossen.
Das zweite Verbindungskabel von “BMF1B” (Dauerplus) zu Relais PIN 30.
Ich habe in diese Leitung noch hinter den Stromdieb und vor dem Relais eine Sicherung eingebaut.

Nun muss man noch den Taster so verbinden, dass er das Relais schaltet.
Dazu habe ich ein rotes Kabel an das Zündungsplus (grauer Stecker “2V GR”, Kabel “AA1”) mit Hilfe eines Stromdiebes angeschlossen und an Relais PIN 85 geführt.
Das grüne Kabel des Tasters wollte ich ursprünglich an die Batterieleuchte anklemmen. Das Kontrolbirnchen wird auf Masse geschaltet, wenn die Batterie nicht geladen wird – also auf Stufe 1 und 2 des Schlüssels. Sobald der Motor läuft, liegt keine Masse an. Somit wäre es ein optimaler Schutz für den Schalter. Allerdings habe ich das entsprechende Kabel in meinem Kabelbaum bislang nicht gefunden Das wird also noch nachgeholt.
Ich habe vorübergehend das grüne Kabel des Tasters direkt an Masse angeschlossen und das 2. Ende – das bei gedrückten Taster dann Masse durchschaltet, auf meinem Foto der Gebläseeinheit orange – an Relais PIN 86.

Ich möchte nochmals auf den Schaltplan am Anfang verweisen, um alles zu kontollieren!

Man sollte unbedingt darauf achten, dass alle Kabel gut fixiert werden, alles gut abisoliert ist und das Relais an einem geeigneten Ort befestigt ist.

Drückt man nun bei eingeschalteter Zündung den Taster, bekommt der Anlasser Strom und dreht, genau so, als ob man den Schlüssel in Position 3 drehen würde.

Möchte man das Massekabel am Kombiinstrument/Batteriekontrolle abgreifen und kennt das Kabel, so muss man zuerst das Kombiinstrument ausbauen (wie hier beschrieben) und dann den Kabelbaum/Stecker öffnen:

Das Kabel kann man dann mit einem blauen oder roten Stromdieb abgreifen, wie auf dem Schaltplan oben gezeichnet.

Eine weitere Möglichkeit, den Taster zu sperren, ist das Signal des Ölgebers. Das Öl-Kontrolllämpchen wird auch über Masse geschaltet. Bei nicht laufendem Motor ist kein ausreichender Öldruck vorhanden und das Lämpchen leuchtet am Kombiinstrument. Das geht jedoch nur, wenn der Wagen den Original Öldruckgeber hat; bei einem Fremdgeber muss es einer sein, der eine Kontrollleuchte mit einem extra Kabel ansteuern kann.
Das Kabel kann am einfachsten im Motorraum am Öldruckgeber abgegriffen werden, oder auch im Kabelbaum des Kombiinstrumentes, aber dazu muss man unbedingt die relevanten Schaltpläne von Peugeot kopieren.

Ist alles fertig, getestet und zusammengebaut, kann man des Wagen mit dem Taster in der Mittelkonsole starten

Seitenblinker wechseln

Die Seitenblinker beim 306 sind nur “gesteckt”.
Als erstes muss man um den Seitenblinker herum – insbesondere am vorderen Ende – den Lack gut sauber machen, da man sonst durch Staub und sonstige Verunreinigung den Lack beschädigt und verkratzt.

Ist alles sauber, schiebt man das Blinkerglas nach vorne zum Reifen hin.

Dann muss man das Glas hinten rausziehen, anschließend vollständig rausnehmen.

Der Sockel kann mit einer einfachen 90° Drehung gelöst werden.
Die gleiche Prozedur muss man übrigens auch machen, wenn man das Birnchen tauschen möchte.

Das neue Blinkerglas – in meinem Fall Klarglas schwarz – wird auch wieder durch eine 90° Drehung mit dem Sockel verbunden.
Serie 2/3 und Serie 0/1 haben übrigens verschiedene Sockel, so dass man ggf. beim Kauf der Blinker auf das Baujahr achten muss (bis 97 oder ab 97).

Nun schiebt man den Blinker umgekehrt wieder in die Karosserie:
– vorne einsetzen
– hinten vorsichtig reindrücken
– vorsichtig nach hinten schieben

Das Resultat:

Rückleuchten austauschen

Im Kofferraum sieht man auf der Rückseite der Rücklichter Plastikkappen mit je 2 Kunststoff-Flügelschrauben. Diese Flügelschrauben halten das gesamte Rücklicht. Man muss diese Schrauben aufdrehen, um das Rücklicht auszubauen.

Wenn die (oft sehr fest gezogenen) Schrauben offen sind, sollte man darauf achten, dass das Rücklich nicht rauskippt.

Nun muss man den Stecker abziehen. Der Stecker ist mit einem Metallbügel festgeklemmt (auf dem Foto an der rechten Seite des braunen Steckers). Den Bügel in den Stecker reindrücken und dann einfach abziehen.


Nun kann man die Rückleuchte einfach aus der Karosserie nehmen (nach aussen hin möglichst gerade ziehen, damit es keine Kratzer im Lack gibt).
Das Rücklicht immer auf ein Tuch o.ä. legen, damit es nicht verkratzt.

Auf der Innenseite der Rückleuchte sind 2 Plastikklemmen zu sehen.

Diese muss man beide leicht reindrücken und an der Plastikabdeckung ziehen.
Somit hat man die Birnchen entnommen und kann nun das defekte wechseln… oder andere Rückleuchten einbauen…

Der Zusammenbau geht wieder in umgekehrter Reihenfolge.

Öldruckmesser einbauen

Wie sieht der Geber aus?

-> Peugeot 306 XS 1.8i/16V:

-> Peugeot 205 GTi 1.9:

Zuerst muss der alte Öldruckgeber ausgebaut werden. Der befindet sich am Motorblock, bei diesem Modell recht stark verbaut rechts neben der Lichtmaschine. Die Torx-Schraube in dem Bild oben links ist von der Halterrung der Lichtmaschine. Auf dem Bild sieht man bereits das neue Teil, das blaue Kabel führt dorthin.

Es handelt sich (bei dem Original Geber) um einen grauen Stecker mit gelbem Kabel. Der muss zuerst abgezogen werden. Sollte der Wagen bereits serienmäßig über einen Öldruckmesser vefügen, befindet sich ein weiteres (grünes) Kabel in diesem Stecker.
Anschließend muss man den Geber mit einem Schraubenschlüssel (oder einer langen Nuss) rausdrehen. Da der Geber bei diesem Modell/Motor leider recht unzugänglich ist, empfiehlt es sich, das ganze abwechselnd von oben/unten zu machen (halbe Umdrehung von oben, unter das Auto, halbe Umdrehung, wieder raus und von oben schrauben,…). Auffahrrampen, eine Grube oder eine Hebenbühne sind also sehr hilfreich.

In meinem Fall habe ich den Geber direkt gegen einen Geber mit Drucksensor getauscht und ein passendes Zusatzinstrument der Firma EQUUS verbaut. Dieses hat das gleiche Ziffernblatt-Design wie die Original Tachoscheiben und die Beleuchtung ist mit Hilfe mitgelieferter Gummikappen (rot/grün/gelb) anpassbar. Der neue Sensor benötigt eine Adapterschraube von dem Geber auf das Gewinde des Motorblocks.
In diesem Fall ein M16/1.5. Der Adapter ist ebenfalls bei der Firma EQUUS bestellbar.

Wenn der Geber richtig fest verschraubt ist, muss man testen, ob die Verschraubung auch dicht ist. Dazu den Motor starten und durch Gasgeben den Öldruck erhöhen. Es solle um die Schraube herum trocken bleiben.
Nun muss man die Kabel wieder anschließen. Bei dem Original Geber passt der graue Plastikstecker wieder problemlos auf den neuen, bei einem Fremd-Sensor muss man den Stecker abschneiden und Kabelschuhe festklemmen. Ich musste des weiteren ein neues Kabel (auf dem Bild blau) in den Innenraum ziehen, um das Drucksignal am Zusatzinstrument zu empfangen. (auf dem Bild: Das gelbe Kabel ist von der Kontorlleuchte der Instrumententafen, das blaue für das neue Instrument);

Ich bin durch eine gebohrtes Loch mit Gummiummantelung in den Fußraum Fahrerseite (oberhalb der Pedale) gegangen und habe das I
nstrument mir einem Gehäuse an der A-Säule befestigt.
Man muss darauf achten, dass das neue Kabel überall gut mit Kabelbindern befestigt ist und nirgend dagegenscheuert/stört! Am besten verlegt man das Kabel bis zur Öffnung entlang der Original Kabelbäume und zieht es dort mit den Bindern gut fest.

Leerlaufsteller tauschen

Viel Leute kennen das “Sägen” des Motors im Leerlauf. Oft ist daran ein defekter Leerlaufsteller schuld. Doch wie tausche ich den nun?

Der Leerlaufsteller sitzt an der Drosselklappe und reguliert diese im Leerlauf – sprich wenn man nicht das Gaspedal drückt.

Bei meinem Motor ist der Steller hinter einem Luftschlauch recht unzuänglich verbaut. Also musste ich zuerst die Schelle um den Schlauch öffnen und diesen abziehen.
Schon kommt das schwarze runde Teil zum Vorschein:

An der Oberseite befindet sich ein 4poliger schwarzer Stecker, der wie üblich mit einer Nase gegen versehentliches Lösen gesichert ist. Diesen Stecker muss man abziehen.
Der Leerlaufsteller ist oben und unten je mit einer Torx-Schraube befestigt. Beide Schrauben muss man entfernen. Vorsicht, vor allem die untere fällt leicht runter.

Den Motor kann man nun gerade rausziehen.


Der Einbau des neuen oder gereinigten Motors folgt genau in umgekehrter Reihenfolge. Den Schlauch – falls entfernt – sollte man nicht vergessen.

Kabelbaum zur A-Säule tauschen

Der Kabelbaum in dem schwarzen Schlauch zwischen A-Säule und Tür hat leider oft Kabelbrüche beim 306. Da dies eine sehr bekannte Krankheit des Wagens ist, hat jeder Peugeothändler das notwendige Reperaturkit auf Lager (Best.-Nr. 6542.VQ):

Um den Kabelbaum auszutauschen, sind ein Multimeter oder Durchgangsprüfer, sowie ausreichende Quetschverbinder+Schrupfschläuche oder gutes Isolierband und passendes Werkzeug dringend erforderlich.

Man sollte vor der Arbeit das Massekabel der Batterie abklemmen. Also auch Radiocode u.ä. bereithalten.

Zuerst muss man die Tür ausbauen, da man sonst nicht an den Kabelbaum kommt. Am besten öffnet man das Fenster, vor dem Ausbau, dann kann man die Türe besser angreigen.
Nun zuerst den Stecker an der Türe abschrauben und abziehen.

Ist dies getan, muss man die 4 Schrauben an der Türe lösen und entfernen. Bei den Modellen bis \’97 mag dies noch anders, aber ähnlich sein. Zwei der Schrauben halten den “Schnapper”, der die Tür in 2 Öffnungspositionen einrasten lässt, die beiden anderen Schrauben befinden sich je in den Schanieren der Tür.

Anschließend hebt man die weit geöffnete Tür vorsichtig nach oben ab und legt sie auf eine Decke oder ähnliches, um Beschädigungen zu vermeiden. Nun sieht man den Kabelschlauch vor sich:

Die Ummantelung ist durch einen Kabelbinder gehalten, der muss durchgeschnitten werden und der Mantel von dem Stecker nach oben hin weggeschoben werden. Schon sieht man das Übel im Kabelbaum:


Gebrochene, abgerissene und durchgescheurte Kabel…

Nun muss man den Gummi aus der Karosserie rausziehen. Es ist nur reingesteckt, also kein großes Problem.

Der schwierigere Teil folgt nun. Das Reperaturkit ist universell.
Das bedeutet, dass es für alle 306er passt. Egal, welches Baujahr und welche Ausstattung. Folglich sind in dem neuen Stecker alle Pins vorhanden und mit Kabeln belegt. Desweiteren hat man weder an dem Originalen Stecker, noch an dem neuen die Möglichkeit zu sehen, welches Kabel an welchen Pin geht. Also benötigt man ein Multimeter und muss Kabel für Kabel durchmessen und neu verdrahten.
Ich habe die Kabel des Reperaturkits um ca. die Hälfte gekürzt, um nicht unnötig viele Kabel im Wagen liegen zu haben.

ACHTUNG:
– Keines falls einfach alles abschneiden!!!!
– Keinesfalls auf die Farben achten!!!!
– Keinefalls auf die Aufdruckt achten!!!!

Immer nur EIN Kabel durchtrennen, dann am Stecker mit Hilfe des Multimeters den PIN suchen, und neue passende Kabel über den identischen PIN an dem neuen Stecker suchen!
Dann direkt das neue Kabel von unten nach oben durch die Ummantelung ziehen, das alte Kabel nach oben rausziehen und dann bei
beide absolierte Enden mit einem Quetschverbinder gut zusammenfügen. Unbedingt auf eine saubere Arbeitsweise und ausreichend Isolierung,sowie Schutz vor Feuchtigkeit achten! Es ist sehr empfehlenswert, Schrumpfschläuche und gutes Isolierband zu verwenden.

Hat man nach einiger Zeit Kabel für Kabel gefunden und gegenseitig verbunden, hat man es geschafft. Man muss nur noch mit Hilfe von Kabelbindern das ganze wieder vor und hinter den ganzen Quetschverbindern zu einem Strang zusammenfügen. Anschließend die Ummantelung wieder auf den Stecker stülpen.

Nun schiebt man vorsichtig die Kabel in die Karosserie zurück (dort ist genug Platz) und steckt den Gummi wieder sauber in das Loch.

Nun wieder einen Kabelbinder über den Gummi am Stecker und die Türe vorsichtig einhängen. Dann die 4 Schrauben wieder einsetzen und den neuen Stecker an den Anschluss in der Tür stecken und festdrehen.

Nun kann man die Batterie wieder anklemmen und alles testen… da man ja gewissenhaft gearbeitet habt und jedes Kabel sorgsam durchgemessen, korrekt angeschlossen und gut Isoliert hat, gibt es keine bösen Überraschungen

Man sollte für die Arbeit rund 2 Sunden Zeit einplanen.

Seitenspiegel abbauen

Die Aussenspiegel des 306er gibt es in verschiedenen Ausführungen:
– manuell verstellbar
– elektrisch verstellbar
Desweiteren gibt es die Aussenspiegel auch beheizbar und auf der Beifahrerseite je nach Ausstattung auch mit Temperatursensor.

Diese Anleitung beschränkt sich bildermäßig auf die elektrisch verstellbaren und beheizbaren Aussenspiegel mit Temperatursensor, aber es gibt keinen Unterschied bei der Demontag zu den anderen, bei den rein mechanischen entfällt nur die Arbeit mit dem Stecker der Elektrik.

Möchte man die Spiegel abmontieren, geht man wie folgt vor:

Zuerst muss man im Innenraum das Spiegeldreieck entfernen. Je nach Auststattung hat dies einen Hochtöner verbaut. Ist einer vorhanden, muss man auf dessen Kabel achten, nicht, dass man aus versehen etwas abreisst.

Das Spiegeldreieck ist nur an 2 Stellen mit einem Stift gesteckt und kann folglich ganz einfach mit gefühl gerade abgezogen werden.
Auf dem folgenden Bild sieht man 2 weisse Plastikkreise – in denen war die Blende gesteckt.

Nun muss man die drei Torx Schrauben (Größe 20 bei mir) entfernen.
Es empfiehlt sich, das Fenster zu öffnen und den Aussenspiegel sicherheitshalber festzuhalten, damit es keine böse Überraschung gibt und dieser nach unten wegkippt und unliebsame Spuren an Lack und Karosserie hinterlässt.

Die weisse Folie muss nicht entfernt werden. Sie deckt den Durchgang ab, der für die manuell verstellbaren Spiegel gedacht ist.

Der Spiegel muss an der Aussenseite nun langsam gerade abgezogen werden.
Das Kabel sollte man nicht abreissen.
Man sieht sehr schön den Stecker, der alle Kabel zusammenführt.
Diesen Stecker kann man nun von aussen abziehen und der Spiegel ist somit vollständig gelöst.

Der Einbau erfolgt wie immer in umgekehrter Reihenfolge.